Besucherzentren

Maison des Terrils

In diesem Waschhaus am Standort der Halde Gosson 2 befanden sich früher Duschen und Umkleideräume für die Zechenarbeiter. Durch einen eigenartigen Zufall ist dieses wichtige Glied der Zechenanlage als einziges Gebäude stehen geblieben; es hat als einziges die Zerstörungen überlebt, die Ende der sechziger Jahre nach der Schließung der Zechen am Standort Gosson stattgefunden haben.

Dieser Zeuge vergangener Zeiten hat – durch sein Überleben – viel Staub aufgewirbelt. Von diesem Standort aus ist das Pyas des Terrils nämlich Schritt für Schritt als Konzept aufgebaut worden. Das Gebäude wurde renoviert, mit einem neuen Flügel versehen und zum Haldeninformationszentrum umfunktioniert: Heute ist es Hauptstadt und Wahrzeichen der Region der grünen Riesen ...

An der Front des ursprünglichen Gebäudes, Zeuge der Architektur des frühen XX. Jahrhunderts, gibt ein Stein im Giebel des Waschhauses das Baujahr an: 1907. Damals lief die Kohleförderung schon lange auf Hochtouren, denn amtliche Schriften des XV. Jahrhunderts belegen, dass zu dieser Zeit bereits Kohle an diesem Standort gefördert wurde.

Heute erstreckt sich die Gosson-Halde auf 14 Hektar. Ihr Nachbar, Gosson 2, belegt 17 Hektar. Soviel Platz hat Mutter Natur hier, um sich auszutoben ...

Die Mitglieder des Pays des Terrils haben beschlossen, aus dem Waschhaus in seiner ursprünglichen Baustruktur ein Lehr-, Spiel- und interaktives Museum zu machen, das den Besucher in die Geschichte des Standortes eintaucht und die heutigen Bewohner der Halden vorstellt. Die Projektteilnehmer haben den Szenenbildner Daniel Steenhout gebeten, diesen Wandel darzustellen, der den Besucher mit der Bergbaugeschichte vertraut machen und ihm die am Standort vorhandene außergewöhnliche Fauna und Flora vorstellen soll.
Die schwierigste Arbeit war wahrscheinlich, aus den zig Dokumenten, die die schwere Arbeit als Bergmann verdeutlichen, und den Tausenden von Farbfotos mit den Tausenden von Kleinbewohnern, die heute die Halden bevölkern, eine Wahl zu treffen ... Mit Lichtspielen, aufschlussreichen Tafeln und dreidimensionalen Inszenierungen hat er diese Aufgabe gemeistert.

Im 250 m² großen Anbau haben die Verantwortlichen des Pays des Terrils ein touristisches Empfangszentrum eingerichtet, das Gruppen aufnehmen kann und für zahlreiche Aktivitäten geeignet ist. Im ersten Stockwerk ist die Verwaltung untergebracht, die dieses euregionale Projekt leitet, und um das Waschhaus herum wurde ein höchst interessanter Rundweg angelegt ...

Adresse

Maison des Terrils
Terril du Gosson
Rue Chantraine
B-4420 Saint-Nicolas

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Kontakt

+32 (0)4 234 66 53
info@paysdesterrils.eu

Öffnungszeiten

Für Einzelbesucher
Ganzjährig alle Tage ausser Montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Führungen
Gruppen aus mindestens 15 Personen zweimal täglich und nach Vereinbarung. Nähere Informationen über die Sonderangebote für Gruppen erhalten Sie in der Maison des Terrils.

Preise

Besichtigung mit der Familie
5 EUR
Einzelbesucher
3 EUR --- für Jugendliche unter 18 Jahren und Senioren : 2 EUR
Führungen
Der Preis der Führungen richtet sich nach dem ausgesuchten Programm und wird auf Anfrage mitgeteilt.