Geschichte

Lüttich & Aachen

Zwei verwandte Schicksale

Das Maas- und das Sambretal und die Region Aachen waren seit dem XV. Jahrhundert berühmt für ihre Kohle. Die Kohlebecken Lüttich und Aachen zählen zu den ersten auf dem europäischen Kontinent; beide haben vom Bau des Eisenbahnnetzes profitiert, da die Eisenbahn ein guter Kunde der Bergbauindustrie war.

Nach Lüttich haben die Brüder Cockerill die Eisenhüttenindustrie auch im Aachener Revier in Schwung gebracht, nicht wie in Lüttich durch den Kauf eines Schlosses, sondern durch die Ehe mit zwei Aachenerinnen, Töchter eines reichen Industriellen! Wie in Lüttich zeigten sich dort in den 30er Jahren die ersten Anzeichen des Niedergangs des deutschen Bergbaus; wenig rentable Zechen wurden geschlossen. In den 60er und 70er Jahren haben die Importkohle und neue Energieträger wie das Erdgas den Niedergang dieses Wirtschaftszweiges beschleunigt.

Die Kohleproduktion wurde in Belgien eingestellt, aber sie geht weiter in Deutschland: Dort werden die unrentablen Bergwerke durch Subventionen am Leben gehalten. Damit ist 2018 Schluss, was das Ende des Bergbaus bedeutet. Städte wie Hückelhoven, in denen die Zechen stillgelegt wurden, stehen wie Lüttich im Zeichen des Umschwungs. Sie alle wollen diese Spuren der Vergangenheit aufwerten ...